Bern · Art
Bernische Kunstgesellschaft
Die Bernische Kunstgesellschaft (BKG) ist ein Kunstverein in Bern, der 1813 als Bernische Künstlergesellschaft gegründet wurde und zu den ältesten Kunstvereinen im deutschsprachigen Raum zählt. Initiiert wurde sie von Sigmund von Wagner und Johann Rudolf Wyss; zu den 18 Gründungsmitgliedern gehörten Künstler wie Franz Niklaus König. In ihren frühen Jahren veranstaltete die BKG Ausstellungen; nachdem der kantonale Kunstverein diese Aufgabe ab 1854 übernommen hatte, konzentrierte sie sich auf den Ankauf von Kunstwerken, darunter Werke von Ferdinand Hodler, Cuno Amiet und Giovanni Giacometti. Die BKG war massgeblich an der Gründung des Kunstmuseums Bern (1879), der Kunstschule (1871) und der Kunsthalle Bern (1918) beteiligt. Als Gründungskörperschaft des Kunstmuseums Bern hat sie Einsitz im Stiftungsrat der Dachstiftung Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee; ihr derzeitiger Vertreter dort ist der Künstler Kotscha Reist. Zudem ist sie im Vorstand des Vereins Kunsthalle Bern vertreten, wo Birgit Bucher Delegierte ist. Jährlich vergibt sie das Louise-Aeschlimann-und-Margareta-Corti-Stipendium, den höchstdotierten privaten Kunstpreis der Schweiz, an bernische Kunstschaffende. Die BKG fördert das Verständnis für zeitgenössische Kunst, unterstützt begabte junge Kunstschaffende sowie die genannten Institutionen und organisiert Führungen, Kunstreisen, Atelierbesuche und Vorträge.
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