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Bodenwerder · Religion & Faith

Kirchengemeinde Bodenwerder

Kirchengemeinde Bodenwerder

Evangelische Kirchengemeinde St. Nikolaus in Bodenwerder, Sprengel Hildesheim-Göttingen.

Die evangelische Kirchengemeinde St. Nikolaus in Bodenwerder ist Teil des Sprengels Hildesheim-Göttingen und gehört zum verbundenen Pfarramt der Region Nord im Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder. Seit Januar 2023 umfasst dieses Pfarramt neben Bodenwerder auch die Gemeinden Halle, Hehlen-Hohe, Heinsen, Heyen, Hunzen, Kirchbrak, Polle-Brevörde, Pegesdorf-Grave und Rühle-Dölme. Die Geschichte der Gemeinde reicht weit zurück, da Bodenwerder nach 960 auf einer Weserinsel entstand und ursprünglich dem Kloster Kemnade stand. Nach einem Rechtsstreit fiel die Stadt 1245 unter die Hoheit der Homburger, die sie als Handelsplatz förderten. Der ursprüngliche Kirchenbau aus der Zeit um 1200 wurde zwischen 1399 und 1409 wegen eines Brandes aufgegeben, woraufhin Heinrich VIII. von Homburg 1410 einen Ersatzbau errichten ließ, der später in eine Lateinschule, Gefängnis und Galerie umgewandelt wurde. Die heutige St.-Nikolai-Kirche am Markt entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und wurde 1476 als Hauptkirche der Stadt bezeichnet. Das Nikolaus-Patrozinium wurde nach Überführung der Reliquie auf den Neubau übertragen. Mit der Einführung der Reformation 1543 wurde die Gemeinde lutherisch, und die Versorgung durch das Kloster Kemnade entfiel, was zur Entsendung eines Pfarrers führte. Später kam es zu Konflikten zwischen dem Stadtrat und dem Herzog von Braunschweig-Lüneburg bezüglich der Belehnung mit der Pfarre. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Bodenwerder 1626 von Truppen Tillys besetzt und kurzzeitig rekatholisiert, bevor die evangelische Gottesdienstordnung 1633 wiederhergestellt wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts initiierte Pfarrer August Meyer die Gründung eines Elisabeth-Frauenvereins, der mit Unterstützung eine Schwesternstation errichtete. Während der NS-Zeit unter Pfarrer Hans-Georg Buttler fanden Bekenntnisgottesdienste statt, und das Krankenhaus wurde 1936 in ein kirchliches Altersheim mit KiGa und Entbindungsstation umgewandelt, um dem staatlichen Zugriff zu entgehen. Die ehemalige St.-Marien-Kirche in Kemnade wurde am 1. Oktober 1972 in die Kirchengemeinde Bodenwerder eingegliedert. Die Gemeinde ist im Aufsichtsbezirk Archidiakonat Ohsen der Diözese Minden angesiedelt.

Location & Schedule

Frequency
nicht angegeben

The community

Members
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Level
nicht angegeben
Age range
nicht angegeben
Language
German

Joining

Participation fee
nicht angegeben
Membership
nicht angegeben
Founded
960
History
Bodenwerder entstand nach 960 auf einer Weserinsel und war ursprünglich Besitz des Klosters Kemnade. Nach einem Rechtsstreit fiel die Stadt 1245 unter die Hoheit der Homburger, die eine weitgehend selbständige Territorialherrschaft errichteten. Die Marktkirche St. Nikolai wurde im 15. Jahrhundert erbaut und blieb Hauptkirche der Stadt, bis die Reformation 1542/43 eingeführt wurde, was zur Entsendung eines Pfarrers und zur Schaffung einer Kaplanei führte. Die Gemeinde durchlief verschiedene historische Phasen, einschließlich der Rekatholisierung unter Tillys Truppen 1626 und der Wiederherstellung des evangelischen Gottesdienstes 1633. Im 20. Jahrhundert initiierte Pfarrer August Meyer die Gründung eines Elisabeth-Frauenvereins, der eine Schwesternstation und ein kirchliches Krankenhaus errichtete. Seit 1972 umfasst der Pfarrbezirk auch Kemnade.
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