Degenfeld · Religion & Faith
Katholische Gemeinde Mariä Namen Degenfeld
Katholische Gemeinde Mariä Namen Degenfeld
Die Katholische Gemeinde Mariä Namen in Degenfeld, einem Ortsteil von Schwäbisch Gmünd, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Am 26. August 1934 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt, deren Außenmauern vollständig aus Findlingen vom Kalten Feld und Umgebung in einzigartiger Bauweise errichtet wurden. Besonders bemerkenswert ist, dass auch die evangelischen Dorfbewohner damals vorbildlich mithalfen. Die Feierlichkeit begann mit einer Prozession von Weißenstein nach Degenfeld, der ganze Ort war mit Fahnen geschmückt. Die Geistlichkeit wurde vertreten durch Pfarrer Josef Mühleisen, Pfarrer i.R. Josef Hänle sowie Pfarrer Josef Aubele aus Waiblingen, einem gebürtigen Degenfelder. Kirchenchor und Stadtkapelle Weißenstein gestalteten den musikalischen Rahmen. Eine Urkunde, Münzen, Banknoten aus der Inflationszeit, eine Sondermünze von 1934 und ein Werbeblatt mit dem Titel „Rund um den Hornberg“ wurden in einer Kapsel in den Grundstein eingemauert. Stadtpfarrer Mühleisen führte die ersten Hammerschläge aus, Maurermeister Aubele mauerte die Kapsel ein. Der fünf Zentner schwere Quaderstein stammt der Überlieferung nach von der einstigen Wallfahrtskirche auf dem Bernhardus-Berg. Beim Abbruch des Holländer Hofes wurden vor wenigen Jahren weitere dieser historischen Steine gefunden.
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