Gransee · Religion & Faith
Katholische Kirchengemeinde Gransee
Katholische Kirchengemeinde Gransee
Katholische Kirchengemeinde Gransee, seit 1925 gegründet und 2003 mit Fürstenberg fusioniert.
Die Katholische Kirchengemeinde Gransee hat ihre Geschichte 1925 als Kuratie von Oranienburg begonnen, nachdem die ersten Gottesdienste bereits 1910 in einem Gartenlokal und 1911 in einem eigenständigen Betsaal stattgefunden hatten. Das charakteristische Pfarrhaus mit dem markanten Glockenturm wurde 1934 errichtet, woraufhin die Gemeinde 1936 seelsorglich und 1948 vermögensrechtlich unabhängig wurde. Der Gemeindeverlauf ist von tragischen Ereignissen geprägt: Der Pfarrer Albert Willimsky wurde wegen seines Widerstands gegen die NS-Rassenideologie ins KZ Sachsenhausen verbracht und 1940 ermordet. Auch nach dem Krieg verlor die Gemeinde weitere Pfarrer, darunter Paul Bartsch, der 1950 erschlagen wurde, nachdem er bereits wegen seiner Seelsorge für polnische Katholiken im KZ gewesen war. Nach dem Krieg wuchs die Zahl der Gläubigen bis 1953 auf 1.700 an, woraufhin 1966 eine neue Kirche im Hof eingeweiht wurde. Seit 1972 ist der Granseer Pfarrer auch für Rheinsberg zuständig. Der letzte eigene Pfarrer, Michael Ritschel, verließ die Gemeinde 1997. Heute ist Gransee mit der Gemeinde Fürstenberg fusioniert, und die Zahl der Katholiken ist wieder auf etwa 300 gesunken. Im Gemeindehaus befindet sich zudem eine Außenstelle der Caritas-Suchtberatung aus Oranienburg.
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