Herzberg am Harz · Religion & Faith
Kirchengemeinde Herzberg-St. Nicolai
Kirchengemeinde Herzberg-St. Nicolai
Kirchengemeinde Herzberg-St. Nicolai in Herzberg am Harz, Diözese Hildesheim-Göttingen. Die Kirchengemeinde ist Teil des Sprengels Hildeshei
Die Kirchengemeinde Herzberg-St. Nicolai ist eine evangelisch-lutherische Gemeinde in Herzberg am Harz, die zum Sprengel Hildesheim-Göttingen und zum Kirchenkreis Harzer Land gehört. Sie wird dem Patrozinium Nikolaus geweiht und folgt der Lüneburger Kirchenordnung von 1643. Die Geschichte der Kirchengemeinde reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als die erste urkundlich bekannte Geistliche, der Priester Werner, in Herzberg tätig war. Die älteste Glocke, die heute in der Nicolaikirche läutet, stammt ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert. Die ursprüngliche Pfarrkirche war vermutlich die Nicolaikirche, die durch die Bartholomäuskirche unterhalb des Schlosses ersetzt wurde. Auf dem Gemeindefriedhof wurde 1616 der bis heute erhaltene Kirchturm erbaut, an den sich eine kleine Fachwerkkapelle anschloss. Diese Kapelle wurde 1654/55 neu errichtet und diente ursprünglich nur für die Leichenpredigten. Die Kirchengemeinde hatte drei Filialgemeinden, die in Eisenhütten bestanden, nämlich Lonau, Sieber und Königshof. Die Lonauer kamen zum sonntäglichen Gottesdienst nach Herzberg, während die Hüttenherren in Sieber um 1619 eine eigene Kapelle errichten ließen. Hier hielt der Schulmeister des Sonntags Lesegottesdienste und des Montags Kinderlehre, sowohl für Sieber als auch für Königshof. Dreimal im Jahr musste der Herzberger Pastor in der Kapelle Sieber einen Abendmahlsgottesdienst halten. 1698 kam zudem die neue Kapelle in Lonau als weitere Predigtstätte hinzu, die 1883 einen neugotischen Neubau erhielt. Die Kirchengemeinde wurde 1538 gegründet und orientierte sich an der Wolfenbütteler Kirchenordnung von 1543. Die Einführung der Reformation im Fürstentum Grubenhagen wurde begleitet von der ersten Generalvisitation der Gemeinden des Fürstentums, mit der Herzog Philipp I. die beiden Pastoren Andreas Domeyer und Ernst Burmester betraut hatte. Domeyer und Burmester fungierten als Superintendent des kleinen Fürstentums. Später lag das Amt des Superintendenten bzw. Generalsuperintendenten des Fürstentums Grubenhagen in den Händen der Herzberger Hofprediger bzw. Pfarrer, bis 1643. Der erste namentlich bekannte lutherische Geistliche in Herzberg war Hofprediger Johannes Sinderam, der für die Schlossgemeinde zuständig war. Als Pastor im Ort Herzberg ist P. Valentin Hoffmann, Andreas Kreitz und P. Johann Gertner nachweisbar. Sup. Johannes Schellhammer visitierte 1579 die Gemeinden des Fürstentums Grubenhagen und beschrieb die Herzberger Schule als fast baufällig. Der Schulmeister unterrichtete 40 Knaben. 1580 soll Herzog Wolfgang ein neues Schulgebäude gestiftet haben. Die Situation blieb jedoch unbefriedigend, wie im Bericht über die Generalvisitation 1617 vermerkt ist. Im bereits zitierten Corpus bonorum von 1670 skizziert P. Justus Christoph Udenius auch den Umfang des Kirchspiels Herzberg.
The community
Feature this on your website
Run this community? Add a link back to this page — copy the snippet:
Enter your email address and we'll get in touch to verify the details.
Changes (3)
More Religion & Faith in Herzberg am Harz
Other communities in Herzberg am Harz
- Chor 4Elation (Chor der Christuskirche Herzberg) Choir
- Herzberger Kantorei Choir
- Oratorienchor für große klassische Chorwerke Choir
- Xperiment Chor Choir
- Cheer Sparks Dance
- Dance Fitness (Caribic Dance) Dance
- Die Tanzmäuse Dance
- TSC Herzberg e.V. Dance
- TanzSportClub Herzberg e.V. Dance
- Tanzen (Herzberg) Dance
- Lebenshilfe Südharz e.V. Volunteering
- SolHaWe Textil Volunteering