Kirn · Religion & Faith
Evangelische Kirchengemeinde Kirn
Evangelische Kirchengemeinde Kirn
Evangelische Kirchengemeinde Kirn, Rheinland-Pfalz, ist eine Kulturdenkmal-Kirche im Landkreis Bad Kreuznach.
Die Evangelische Kirchengemeinde Kirn befindet sich im Landkreis Bad Kreuznach im Rheinland-Pfalz und ist als Kulturdenkmal geschützt. Die Gemeinde gehört zum Kirchenkreis An Nahe und Glan der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Kirchengemeinde hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 966 zurückreicht, als die Kirche durch das Erzstift Magdeburg als romanische Hallenkirche gegründet wurde. Im Jahr 1467 wurde die Kirche zur Stiftskirche erhoben, und der spägotische Chor wurde 1474 fertiggestellt. Peter Siegel, ein Schüler Martin Luthers, führte den Protestantismus in Kirn ein. Nach dem Augsburger Religionsfrieden konvertierten die Grafen zum Protestantismus, während die Religionszugehörigkeit während des Dreißigjährigen Krieges mit den Besatzungsmächten wechselte. Unter französischer Besatzung wurde die Kirche 1681 in eine Simultankirche umgewandelt. Nach einem Hochwasser 1875, das das Langhaus baufällig machte, wurde das Simultaneum aufgelöst. 1893 wurde der Grundstein für einen neugotischen Neubau gelegt, der 1895 eingeweiht wurde und Platz für 1400 Gläubige bietet. Zwischen 1969 und 1972 sowie 1993 fanden umfangreiche Renovierungen statt, bei denen unter anderem die Orgel ersetzt und Ausmalungen restauriert wurden. Die Kirche enthält eine Schuke-Orgel, eine spätgotische Kanzel, eine Taufecke von Walter Habdank sowie mehrere historische Grabmale im Chorraum, darunter die Tumba des Stifter Gerhard von 1474, die 1993 wieder aufgebaut wurde.
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