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Leutershausen · Religion & Faith

Evangelische Kirchengemeinde Leutershausen

Evangelische Kirchengemeinde Leutershausen

Evangelische Kirchengemeinde Leutershausen in Baden-Württemberg. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ist ein historisches Bauwerk

Die Evangelische Kirchengemeinde Leutershausen befindet sich in Leutershausen, einem Ortsteil von Hirschberg an der Bergstraße im Rhein-Neckar-Kreis im Nordwesten Baden-Württembergs. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert erbaut; der Turm stammt jedoch aus dem 14. Jahrhundert. Bereits im Jahr 877 wurde eine Kirche in Leutershausen erwähnt, und urkundlich schenkte Graf Liuther die Basilica dem Kloster Lorsch. Wahrscheinlich gehörte der Ort zunächst zur Pfarrei von Hohensachsen, bis eine eigene Pfarrei eingerichtet wurde. Im Mittelalter gehörten mehrere Filialen zur Leutershausener Pfarrei. Das Recht zur Ernennung des Pfarrers lag beim Erzbistum Mainz, bis es 1484 auf das Wormser Domkapitel überging. 1550 wurde der Kirchensatz an die Herren von Hirschberg verkauft. Im Wormser Synodale von 1494 wurde erstmals das Patrozinium Johannes der Täufer genannt. 1556 führte Kurfürst Ottheinrich die Reformation in der Kurpfalz ein. Der katholische Kurfürst Johann Wilhelm verfügte 1698 die Simultannutzung der Kirche durch Reformierte und Katholiken. Bei der Pfälzischen Kirchenteilung 1905 fiel die Kirche in Leutershausen zwar den Reformierten zu, aber der Pfarrer schloss einen Vertrag mit dem Grafen von Wiser, der den Katholiken weiterhin den abgetrennten Chor überließ. 1777 wurde die baufällige Kirche bis auf den Turm abgerissen. Die Pläne für den Neubau stammten wohl von Franz Wilhelm Rabaliatti. Am 22. Juni 1783 wurde der erste Gottesdienst in der neuen Kirche gefeiert. 1811/12 erhielt der Kirchturm das heutige Dach. Der heutige Chor wurde 1897/98 nach den Plänen von Hermann Behaghel angebaut. 1935, 1973 und 1994/95 wurde die Kirche renoviert. Die Kirche steht am Berghang hoch über Leutershausen. Das mit einem Satteldach bedeckte Langhaus besitzt drei Fensterachsen. Im Osten schließt sich der Chor mit 5/8-Schluss an. An zwei Ecken des Kirchturms sind aus Sandstein gehauene Wappen der Hirschberger angebracht. Neben der Kirche befindet sich ein Bibelgarten. Die Decke, Chorfenster, Empore und Ausstattung des Innenraums stammen aus der Zeit des Umbaus von 1898. Die drei Fenster im Chor stellen den Apostel Paulus, die Auferstehung Jesu und Martin Luther dar. Auf der Empore befindet sich an der Turmmauer ein Steinrelief, das die Hand Gottes darstellt. Die Orgel wurde 1898 von den Gebrüdern Link erbaut. Das Kegelladen-Instrument hat 16 Register auf zwei Manualen und Pedal und 783 Pfeifen. Die Spiel- und Registertrakturen sind pneumatisch. 1812 wurden drei Glocken von Barthels in Frankfurt gegossen. Zwei davon mussten im Ersten Weltkrieg abgeliefert werden. Die als Ersatz gekauften Glocken mussten dann im Zweiten Weltkrieg abgegeben werden. 1950 wurden vier neue Glocken bei Bachert (Bad Friedrichshall) beschafft. Das Geläut ist mit der katholischen Kirche abgestimmt. Die erhalten gebliebene Barthels-Glocke von 1812 dient als Totenglocke und wird nur solistisch und von Hand geläutet.

Location & Schedule

Frequency
Wöchentlich (Gottesdienste)

The community

Language
German
History
Die Gemeinde wurde im 18. Jahrhundert in der Kirche erbaut, die bereits 877 erwähnt wurde. Nach der Reformation und verschiedenen Konfessionswechseln wurde die Kirche 1783 neu erbaut und 1897/98 umgebaut. Die Gemeinde gehört zum Rhein-Neckar-Kreis im Nordwesten Baden-Württembergs.
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