Lügde · Religion & Faith
Kilianskirche Lügde
Kilianskirche Lügde
Die Kilianskirche in Lügde ist eine romanische Kirche mit historischem Erbe.
Die Kilianskirche in Lügde erhielt im 12. Jahrhundert ihr heutiges Erscheinungsbild als dreischiffige romanische Gewölbebasilika. Vorher stand an dieser Stelle ein einschiffiger karolingischer Saalbau, der mehrfach erweitert wurde. In der Hauptapsis sind noch Reste an romanischer Wandmalerei zu finden. Die Kirche diente bis ins 13. Jahrhundert als Pfarrkirche, bevor diese Rechte an die neue Stadtkirche St. Marien übergingen. Historisch bedeutend ist der Ort als letzte Ruhestätte für Persönlichkeiten der näheren Umgebung. So wurde hier Graf Moritz von Pyrmont, Letzter des Geschlechts Schwalenberg, 1494 bestattet. Auch der letzte Scharfrichter für Lügde und Pyrmont, Mathias Bröcker, fand 1691 hier seine letzte Ruhestätte. Sein Grabkreuz steht direkt vor dem Eingang, und in der Kirche wird heute noch seine spezielle Kirchenbank gezeigt, die aufgrund seines Berufes getrennt von den übrigen Kirchgängern genutzt wurde. Die Osterräderstadt Lügde mit ihrer langen Geschichte lässt sich besonders im historischen Stadtkern mit der Kilianskirche noch heute vielerorts zu spüren.
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